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Wo liegt das Posener Land? Was gehört dazu?

Das Posener Land lag in Polen an der Warthe und der Obra und reichte im Osten bis an die Weichsel und die Prosna. Mittelpunkt war die Messestadt Posen. Zugehörig sind nach heute offiziell gültigen Bezeichnungen der größte Teil der Wojewodschaft Wielkopolska und der Westen Kujawiens.

Seit wann sind Evangelische im Posener Land nachweisbar?

Die ersten Lutheraner traten 1524/25 in Erscheinung und wurden für ihre Lehre bestraft. In den nächsten Jahrzehnten wandten sich nicht wenige Einwohner verschiedenen sich reformerisch auf die Evangelien berufenden Glaubensbekenntnissen zu. Einheimische Polen, im 13. und 14. Jahrhundert vor allem aus Schlesien eingewanderte Deutsche und im 16. Jahrhundert zugezogene Tschechen gehörten dazu.

Welche Wege nahmen die Evangelischen im Posener Land?

Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts wurden ansässige Evangelische immer wieder benachteiligt, unterdrückt und verfolgt, andere aber von adligen, fast immer polnischen Grundherren eingeladen, sich anzusiedeln. Sie kamen aus Schlesien, Brandenburg und Pommern. Die Polen wurden fast alle wieder katholisch, während die Deutschen in den Gemeinden fast allein waren. In der preußischen Zeit (1772/93–1806 und 1815–1918/20) wurden die Evangelischen eng an den Staat gebunden und die Lutheraner mit den Reformierten in der Evangelisch-Unierten Kirche verwaltungsmäßig verbunden. Zahlreiche Kirchen und Pfarrhäuser wurden gebaut, da Deutsche mit staatlicher Hilfe z. B. aus den anderen polnischen Teilgebieten und aus Westfalen einwanderten.

Nach der Wiederherstellung Polens 1918–1920 wanderten zahlreiche Deutsche ab, was neben der Unsicherheit im neuen Staat den Gemeinden das Weiterleben erschwerte. Noch schwieriger wurde es durch die Verwaltungsmaßnahmen in der nationalsozialistischen Besatzungszeit 1939–1945.

Wer sind die Mitglieder der Gemeinschaft Evangelischer Posener?

1945 flüchteten fast alle Deutschen vor der Roten Armee, eine Rückkehr ins wiedererstandene, kommunistische Polen war ausgeschlossen. In den Westzonen Deutschlands entstand das Hilfskomitee der Glieder der Posener evangelischen Kirche, das sich 1975 in Gemeinschaft Evangelischer Posener e. V. umbenannte. Seit den neunziger Jahren haben auch Landsleute zwischen Oder und Oker zu uns gefunden.

Warum haben wir uns zusammengeschlossen?

Zunächst suchten die geflüchteten und verarmten Posener seelische Hilfe, Verständnis für ihre Besonderheit, ihre Geschichte und ihre Lage, Zusammenhalt mit früheren Nachbarn, Aufklärung über ihren Verbleib und Hilfe bei ihrem wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufbau. Inzwischen sind die Probleme der Nachkriegszeit zu den Akten gelegt.

Geblieben aber ist das gemeinsame Interesse an der besonderen Vergangenheit, an der aktuellen Entwicklung Polens und des kulturellen Erbes, das die Deutschen an der Warthe hinterlassen haben, an der Heimat der Vorfahren, und in europäischem und ökumenischem Geist an Beziehungen zu evangelischen und katholischen Polen, die guten Willens sind. Auch den wenigen in der Regel katholischen Deutschen, die heute in der Heimat leben, fühlen wir uns verbunden. Diese Grundsätze haben wir durch Seminare und Jugendbegegnungen gefördert und wollen sie durch Begegnungen und unsere Zeitschrift „Posener Stimmen“ beibehalten.

Wir sind Mitglied beim Konvent der ehemaligen evangelischen Ostkirchen und in der Landsmannschaft Weichsel-Warthe.

Die Mitglieder treffen sich in verschiedenen Städten in Deutschland. Unsere Geschäftsstelle befindet sich im Posener Altenheim – D.-Paul-Blau-Haus – in 21335 Lüneburg, Bernhard-Riemann-Straße 30. Für Fragen wenden Sie sich bitte an diese Anschrift:

Gemeinschaft Evangelischer Posener
Bernhard-Riemann-Straße 30
21335 Lüneburg

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